Das Angebot an Wurmkuren ist sehr vielseitig, die Wirkung zielt darauf ab, durch Nervengifte ein Sterben der unterschiedlichen Wurmarten zu erwirken.

Wenn man die Packungsbeilagen aufmerksam liest, ist festzustellen, das jeder Produkt nur einen kleinen Teil der Wurmarten vernichten kann, wenn keine Resistenzen vorliegen.

In der Regel werden Wurmpasten prophylaktisch im angeblichen Lebenszyklus der Parasiten gegeben.

Dabei wird außer Acht gelassen, das Zwischen Wirt und Parasit schon über Millionen Jahren eine Symbiose herrscht. Kein Parasit hat ein Interesse, seinen Wirt so zu schädigen das er stirbt, meist profitieren beide voneinander.

Ein gesundes Immunsystem ist in der Lage, dieses Gleichgewicht selbständig zu erhalten. Dazu ist ein gesunder Magen-Darmtrakt erforderlich. Ungünstiger Weise wird gerade dieses empfindliche Milieu durch Wurmkuren massiv gestört. Es dauert Wochen, bis alle Schäden beseitigt sind, ob die Leber gleichzeitig geschafft hat, die Giftstoffe auszuscheiden, wird bei dieser Überlegung nicht betrachtet.

Wurmkuren werden schlechter vertragen als allgemein angenommen. Selten reagieren Pferde prompt mit Koliken, aber mit Verzögerung können Wurmkuren durchaus dafür verantwortlich sein. Futterverweigerung kommt vor. Diffuse Taktureinheiten und Lahmheiten ohne deutlich erkennbaren Grund treten oft erst 14 Tage bis 3 Wochen nach einer Wurmkur auf und werden aus diesem Grund nicht mit mehr mit dieser in Verbindung gebracht.

Es wäre vermessen zu sagen das Wurmkuren unter keinen Umständen gegeben werden sollten, allerdings plädiere ich dafür, eine differenzierte Kot Analyse machen zu lassen. Kot sollte über 3 Tage gesammelt werde und als Ergebnis sollte der Besitzer Anzahl und Art der Wurmbelastung genannt bekommen und nicht wie häufig üblich die Aussage

nicht belastet +
gering belastet ++
Stark belastet +++

Für unsere Herde kann ich sagen, dass alle Pferde von 2005 – 20012 keine einzige chemische WK bekommen haben. Alle 3 – 4 Monate haben die Pferde entweder VermX oder Wurmkräuter bekommen, einige Besitzer haben die Pferden nichts Wurm spezifisches gegen oder nur sehr sporadisch.
2013 ließen wir dann alle Pferde testen und die Ergebnisse reichten von < 50 - > 600.

Bei den beiden Eseln war das bemerkenswerte Ergebnis, dass die Stute unter 50 und der Wallach 1200 vorweisen konnte.
Er hat dann ein „starkes Wurmpräparat“ bekommen. 4 Wochen später lag sein Ergebnis bei 1600.

Einen weiteren Test habe ich noch nicht gemacht. Einen Zusammenhang welche Pferde „gute“ und welche „schlechte“ Ergebnisse hatten, konnte ich nicht erkenne.

Einzig die eigene Immunveranlagung ist ausschlaggebend. Selbst der Trugschluss, - dünne Pferde verwumt dicke Wurmfrei, funktionierte nicht.

 

Artgerecht - Tier: Würmer sind keine Krankheit

Hier noch ein ofenfrischer Beitrag zum Thema "Pro Wurm"
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/273909

Der Wurm und sein Wirt - eine noch längst nicht aufgeklärte Beziehung
http://www.drei-hunde-nacht.eu/wurm_wirt.html

Hier ein informativer Bericht zum Thema:
Ist die vorsorgliche Entwurmung von Pferden sinnvoll?
Verlinkt, mit freundlicher Genehmigung von Frau Sabine Müller :-)
http://www.gesundetiere.de/GesundeTiere/Background/Wurmkuren.htm

Hier ein sehr interessanter Link zum Thema homöopathische Entwurmung
http://www.rocco-kirch.de/texte-zur-homoopathie/wurmerkrankungen-wuermer/
mit freundlicher Genehmigung von Herrn Kirch

Hier etwas über die Wirkstoffe der Wurmkuren
http://www.borna-borreliose-herpes.de/allgemein/wurmkurenwirkstoffe.htm

Darmparasiten zeigen ihre gute Seite:

dieser Bericht ist, wenn ich mich recht erinnere, ähnlich aber längst nicht so ausführlich

Wurmkuren sind häufig überflüssig Pferdedialog.de von Juni 2013
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Aktualisiert 15.06.2009