29.12.2012
Rückblick Jocker
Ende September hatte Jocker dann seine wackelige Führungsposition wieder aufgegeben.

Das Wetter und die schlechte Vegetation sorgten dafür, dass wir schon Mitte September regelmäßig Heu zufüttern mussten. An der Raufe stellte sich dann schnell heraus, dass Jamal wie im vergangenen Jahr fünf Plätze für sich beansprucht. Diesem Anspruch setzte Jocker nichts entgegen und er konnte auch nicht verhindern, dass Jamal immer wieder seinen Radius um 1- 2 Plätze in die eine oder andere Richtung verschob.

Jocker frisst zwar selbst nie neben Jamal oder Mary, aber Mary lässt 4 anderen Pferde friedlich direkt neben ihrem Platz fressen und wird nur ebenfalls ungehalten, wenn Jamal es mit seinen Platzwechseln übertreibt.

Leider, leider, leider, husteten Jocker und Lotti ausgelöst durchs Heu. Das Schlimmste daran war, es ist unser eigenes Heu, welches wir in guter Qualität in kleinen Ballen selbst eingefahren haben.

Zügig stellten wir das Futter auf qualitativ sehr gute Heulage um. Jockers Äppel behielten eine, für seine Verhältnisse, gute Konsistenz, aber er reagierte mit Kotwasser, welches erst gegen Ende November fast verschwand. An einigen Tagen begleitete es ihn bis Dezember.

Unter dem Sattel macht Joker weiter seinen kleinen Fortschritte.
Je besser meine Balance und Losgelassenheit wird um so besser funktioniert er. :-)

Seine Hufe entwickeln sich noch immer in die richtige Richtung. Ohne Hufschuhe läuft er nach wie vor fühlig, mal mehr, mal weniger. Aber ich habe jetzt Schuhe für ihn, die halten! In allen Gangarten und auch beim Toben in der Halle gehen die Schuhe nicht mehr fliegen. Hätte ich nie gedacht, dass ich das bei Jocker noch erleben darf.

Aber Jenny hat Recht behalten! Je gesünder seine Hufe werden, um so besser die Fußung, um so weniger Probleme mit den Hufschuhen.
Für Jocker ist das Tragen der Hufschuhe ein wichtiger Baustein für die Entwicklung seiner Hufe, aber auch für seine gesamte Mechanik, weil er sich mit Schuhen schmerzfrei bewegen kann. Warum dann keine Eisen?
Weil Hufeisen das Problem nur für eine kurze Weile taub legen würden.
Nicht barhuf laufen tut weh - laufen auf kranken Hufen tut weh.
Leider sind Jockis Hufe noch nicht gesund, aber sie sind stetig auf dem Wege der Besserung.

Ich kann nicht mehr zählen, wie viele Manualtherapie-Termine Jocker in seinem Leben hatte, aber die Kombination im Oktober und November war die gelungenste seit Jahren.

Zuerst bewirkte Dagmar Elf aus Wuppertal durch ihre Behandlung, dass Jockis Sorgen-/Kopfschmerzfältchen um die Augen verschwanden. Von einem auf den nächsten Tag konnte er sich deutlich besser stellen und auch an der Longe losgelassener traben.
14 Tage später verbesserte Gabi Kreft diese Tendenz nochmals deutlich. Es fällt ihm nun noch leichter, sich links zu stellen und zu biegen und er kann mit Hufschuhen auf der linken Hand an der Longe versammelt einen 3-Schlag galoppieren.
Und das Beste ist, ich kann ihn seitdem ohne Motivationshilfe in Form eines Stöckchens ausreiten!

Im vergangenen Jahr nahm ich mit Jocker einige Unterrichtseinheiten bei Andrea Lipp und belegte drei Reit- und Bodenarbeitskurse.

Die beiden Reitkurse mit Nicole Künzel ergänzten sich perfekt mit den Kursen Alexandertechnik und Reiten, da sie selbst auch eine Schülerin von Walter Tschaikowski war. Sie war mir eine große Hilfe. Ich freue mich schon auf die nächsten Kurse bei ihr.

15.05.2013
Jocker
hat seine Rolle als Herdenchef wieder übernommen.
Seine Gelassenheit überträgt sich positiv auf die Herde. Alle dürfen an der Raufe fressen, nicht Jeder neben Jedem, aber das liegt nicht in seiner Macht.
Er hatte in den Wintermonaten erstaunlicher Weise keine Probleme mit dem Futter. Auf den Versuch mit der Heufütterung reagierte er allerdings sofort mit Husten.

Wie meist im Winter war unser Training unregelmäßig, aber dennoch war ich mit unseren „Leistungen“ in unserem ersten Nicole Künzel Kurs und den Alexandertechnik und Reiten Kursen sehr zufrieden.

Seine Hufe verändern sich noch immer und das zum Positiven. Ich vermute, da die Herde in diesem Winter so auffallend friedlich an der Raufe war und die kurzen Drehungen und Wendungen deutlich Weniger stattfanden, war der ungewollte Abrieb an der Hinterhufen weitaus geringer als in den vergangen Jahren.

Es ist noch immer so, dass er als Reitpferd ausschließlich mit 4 Schuhen ins Gelände geht. Einen Spaziergang schafft er nun auch ohne Schuhe mit einer komfortablen Fußung. Als Handpferd trägt er manchmal 2 manchmal 4 Schuhe.
Das Speedlimit mit Hufschuhen wechselt nach Tagesform und die Wahrscheinlichkeit einen Schuh zu verlieren steigt mit der Feuchtigkeit. Das Durchqueren eines Baches läßt die Eventualität meist zur Realität werden :-/

Manchmal trägt er nur vorn Schuhe wenn ich ihn in der Halle reite, jedoch ist der bessere Bewegungsablauf mit Hufschuhen deutlich zu erkennen - vor allem im Galopp.

Ende August 2013
Jocker hat den ganzen Sommer über seine Kostbar-Vitalmischung, die aus der Waldweide-Mischung, Hanf und Johannisbrot besteht bekommen. Er bekam über 12 Wochen Schwarzkümmelöl, was seinen Atemwegsproblemen sehr gut getan hat. Wie Flower habe ich auch ihm die Entgiftungskur 40 Tage Ausleitung gegeben und ich habe Anfang Juni begonnen, ihn gezielt mit Basenwasser (ebenfalls von balance4animals) zu entsäuern und den Abtransport etwaiger Zellgifte mit Hilfe von Vetamin zu unterstützen.

Seit Ende Juni bieten wir den Pferden, zusätzlich zur 24 Stunden – Portionsweide, Heu an. Jocker und 2 weitere Pferde haben sofort begonnen zu husten. Ich habe diese Pferde, so weit wie organisatorisch möglich, kein Heu fressen lassen. Seit wir im Juli begonnen haben die neue Ernte zu füttern, hat Jocker bis jetzt keine Probleme mit dem Heu.
Es scheint, als wäre die Entscheidung den Pferde Basenwasser und Vetamin zu geben, die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt gewesen zu sein.

März 2014
Joker hat die Winterfütterung mit Heu erstaunlich gut über standen.

Er bekommt täglich ca. 400g Alpengünmüsli ergänzt mit 50g Hanf. Ich habe in den Wintermonaten monatlich Darmkuren und Leber unterstützende Kräuterkuren im Wechsel gefüttert. Er bekommt täglich EM's ins Trinkwasser und er hat alle ca 6 Wochen Schwarzlümmel bekommen.
Ab Januar bekam wer wöchentlich im Wechsel Hefe oder Braunhirse und ebenfalls im Wechsel Oramin oder Seealgenmehl.

Er ist fit, frech und Temperamentvoll.

 

Nach oben

Startseite