Die so genannten Krankheiten

Im Allgemeinen neigen wir dazu, Krankheiten mit Namen zu versehen und danach in bestimmte Schubladen zu stecken. In die gleiche Schublade stecken wir die dafür in Frage kommenden Erreger oder Auslöser und die allgemein gebräuchliche Lösung. (z.B. Schnupfen, Allergene – Nasenspray, Husten, Bakterien – Schleimlöser, Halsschmerzen, Viren - Antibiotika)

Von den Medikamenten wird erwartet, dass sie ausschließlich das Symptom bekämpfen sollen für das sie ausgesucht wurden. Vielen Menschen ist zwar bewusst, dass die Nebenwirkungen, die auf den Packungsbeilagen stehen, zum Tragen kommen können, nehmen diese Wahrscheinlichkeit aber in der Regel nicht für sich persönlich in Anspruch.

Auch ist es unsinnig zu glauben, dass ein Antibiotikum, das Heute gegen Halsschmerzen gegeben wird, Monate später nur gegen die Nebenhöhlenentzündung wirkt.

Genau so verhält es sich mit den so genannten Schmerzmitteln oder Entzündungshemmern. Medikamente denken nicht. Sie haben einen „Wirkungsradius“, den sie abdecken. Medikamente unterstützen den Körper meist schnell und wirkungsvoll dabei, die Symptome zu lindern und damit ein Gefühl von „Gesund“ zu erzeugen.

Beispiel: Ein Schmerzmittel, gegen Kopfschmerz eingenommen, schaltet die Reitzschwelle, die den Kopfschmerz meldet, weiter nach oben. Der Körper meldet: Schmerz weg, alles wieder OK. – Die Ursache ist zu diesem Zeitpunkt nicht behoben, nur „betäubt“. Oft haben wir „Glück“, der Schmerz kommt nicht zurück, weil wir uns z.B. „besser“ fühlen, haben wir wieder Appetit, der Flüssigkeitshaushalt kommt in Ordnung und die Ursache des Kopfschmerzes ist beseitigt.

Noch ein Beispiel: Ein Pferd hustet seit einigen Tagen, ist unlustig, frisst schlecht und hat leicht erhöhte Temperatur. Es bekommt einen Schleimlöser, damit es besser abhusten kann und ein Antibiotikum „um das Immunsystem zu unterstützen“. Nach wenigen Tagen scheint alles wieder in bester Ordnung zu sein. Das Pferd hustet kaum noch, frisst und bewegt sich wieder „normal“. Der Schleimlöser hat nur zufällig gewirkt. Es gibt nur eine Möglichkeit Schleim zu verflüssigen. Das macht der Körper selbstständig - wenn er die Chance dazu bekommt - indem ihm mehr Flüssigkeit zugeführt wird. Das AB hat die Bakterien getötet, die Husten und Halsschmerzen ausgelöst hatten. Der Patient fühlt sich wohl.
Leider sind neben den „bösen Bakterien“ auch die „Guten“ vernichtet worden und müssen sich genauso wieder neu vermehren, wie die „Bösewichte“ das zeitgleich auch machen. Mit ein wenig „Glück“ und in seltenen Fällen der Unterstützung durch die Zufuhr an aufbauenden Mitteln (z.B. EM’S oder darmregenerierende Bakterien u.s.w.) ist der Status der „guten“ Bakterien schnell wieder vollzählig. Der Patient bleibt „gesund“.
Mit etwas weniger „Glück“ kommt der Husten zurück, oder es hat sich z.B. eine Pilzinfektion auf der Haut breit gemacht.

Diese Beispiele halten keiner ernsthaften Unterhaltung mit einem Mediziner stand! Das weiß ich, sollen sie auch nicht. Sie sollen nur sehr trivial verdeutlichen, dass uns Patienten und Patientenbesitzern seltenst die „ganze Wahrheit“ über die Wirkungsweisen der eingesetzten Medikamente vermittelt wird.

Das Thema Nebenwirkung noch nicht einmal mit eingeschlossen!

Das ist keine böse Absicht!  Mediziner egal ob im Veterinär  oder Humanbereich, haben während ihres Studiums gelernt, zu diagnostizieren.
Ihnen ist dann vermittelt worden, mit welchen
Medikamenten sie diese Symptome beseitigen können. Die Ärzte machen damit genau das, was sie in Theorie und Praxis gelernt haben. Und viele haben sich über ihre Fähigkeiten, Patienten zu helfen einen unbestreitbar guten Ruf verdient.

Ich habe hier einige „Diagnosen“ gesammelt, mit denen wir als Pferdebesitzer konfrontiert werden.

Im orthopädischen Bereich: Lästige Krankheiten die sich als Lahmheit äußern.

Eine Störung der Bewegungskoordination nennt man Ataxie. Kommt die Störung vom Gehirn, so bezeichnet man sie als cerebrale Ataxie, Schädigungen des Rückenmarks nennt man spinale Ataxie.

Gelenkentzündungen werden häufig auch als Multifaktorenkrankheit bezeichnet. Das liegt wohl daran, dass als Ursache neben dynamischen und statischen Belastungen (Verletzung, Trauma, Gewalteinwirkung) toxische, bakterielle Einflüsse und Stoffwechselstörungen in Frage kommen. Sie werden folgend unterschieden:

Arthritis
ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Gelenke, wobei in sehr seltenen Fällen auch innere Organe, die Haut oder die Augen befallen sein können.
Zu Beginn der Erkrankung sind meist nur wenige Gelenke entzündet, doch im weiteren Verlauf greift die Entzündung auf immer mehr Gelenke über. Aus diesem Grund wird die Arthritis auch chronische Polyarthritis genannt (griechisch: poly = viel).
Es steht geschrieben, mit Ausnahme der Wirbelsäule können alle großen und kleinen Gelenke des Körpers befallen sein.
Durch eine Irritation des Gelenkes kommt es zu einer Vermehrung der zur Gleitfähigkeit des Gelenkes wichtigen Synovialflüssigkeit, was eine Umfangsvermehrung zur Folge hat.
Durch Fortschreiten der Entzündung, tritt eine degenerative Schädigung des Knorpels ein und es entsteht nach einiger Zeit eine Artrose, die wiederum zu einer Bewegungsunfähigkeit und Versteifung des Gelenkes führen kann.
Schmerzen zählen zu den Hauptmerkmalen der Erkrankung, die meist in der Nacht oder am Morgen auftreten. Typisch ist auch eine Morgensteifigkeit der Gelenke, die länger als 15 Minuten anhält.
Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht restlos geklärt. Diskutiert werden genetische Zusammenhänge und autoimmunologische Prozesse. Die Diagnose wird aufgrund von Röntgenaufnahmen und der Krankengeschichte des Patienten gestellt.

Arthrose
wird als übermäßige Abnutzungserscheinung in einem oder mehreren Gelenken beschrieben. Die Arthrose zählt zu den rheumatischen Erkrankungen, einem Sammelbegriff, unter dem man mehr als 100 verschiedene Krankheitsbilder zusammenfasst. Schmerzen und massive Bewegungseinschränkungen führen zu dieser Diagnose. Die Schmerzen entstehen aufgrund der Reizung der empfindlichen Gelenksinnenhaut durch abgeschliffene Knorpelteile, oft bis auf den Knochen.

Spat
entsteht durch Überlastung des Sprunggelenks und ist nicht heilbar. Die Überbelastung kann zum Einen durch übermäßiges Reiten oder auch durch angeborene Fehlstellung der Hintergliedmaßen hervorgerufen werden.
Die Erkrankung kann bei Pferden jeden Alters auftreten, wenn die Sprunggelenke durch Stellungsfehler oder Überanstrengung überlastet werden.

Deutlich wahrnehmbar ist Spat, wenn ein erkranktes (Boxen-)Pferd morgens die Box verlässt und die Bewegung einsetzt. Dann ist eine bis mittelgeradige Lahmheit zu sehen, die mit zunehmender Bewegung verschwindet. Es kommt zu einer Schrittverkürzung durch mangelhafte Beugung des Sprunggelenks und Vermeiden einer maximalen Streckung. Das kann zu Begleiterscheinungen wie einem verspannten Rücken kommen.
Die Pferde haben Probleme bei Tempowechseln und zeigen einen schwunglosen Trab auf hartem Boden.
In fortgeschrittenen Stadien kann es zu einer Art Hahnentritt kommen. (Krampfhaftes, ruckartiges Heben des Fußes)
In der Ruhe schont das Tier die Gliedmaße.

Laut Schulmedizin sind diese Krankheiten irreversibel. Wir haben jedoch erstaunliche Verbesserungen der Symptome durch alternative Behandlungsmethoden erreichen können.
Leider können wir gleiches von der Behandlung der Hufrollenentzündung nicht belegen, weil ich Jocker in seinen richtig schlechten Tagen nicht röntgen ließ, aus Angst vor der Diagnose.

Hufrollenentzündung / Podotrochlose
ist eine gefürchtete Diagnose und wahrscheinlich eine der am häufigsten diagnostizierte Lahmheitsursache der Vordergliedmaßen.

Schon der Ausdruck „Hufrolle“ lässt Pferdebesitzer entsetzt aufhorchen. Die Hufrolle an sich ist ein Sammelbegriff für anatomische Strukturen, bestehend aus Strahlbein, dem unteren Ende der tiefen Beugesehne und dem Hufrollenschleimbeutel.
Zusammen mit dem Strahlkissen spielen diese Strukturen eine wichtige Rolle bei der Stoßdämpfung beim Auffußen.
Das was landläufig als Hufrolle bezeichnet wird, heißt eigentlich korrekt Hufrollen-Syndrom. Da die Hufrolle nicht nur eine Struktur ist, fasst dieser Begriff eine ganze Reihe von Erkrankungen zusammen. Die häufigste ist die Hufrollenentzündung, bei der das Gelenk zwischen Hufbein, Kronbein und Strahlbein oder der Hufrollenschleimbeutel entzündet sind. Diese Entzündung verursacht dem Pferd beim Auftreten Schmerzen. Die Entzündung kann den Knorpel zerstören und so zu Veränderungen am Knochen führen.
Schlimme und häufige Folge einer unbehandelten Entzündung ist die Strahlbein-Nekrose. Dabei wird das Strahlbein nicht mehr richtig mit Blut versorgt. Das wiederum kann zu einer Unterversorgung der Knorpel und dem Strahlbein führen, dass dann brüchig wird und brechen kann.

Weitere mögliche Ursachen für das Hufrollen-Syndrom sind Veränderungen an den Ansatzpunkten der Sehnen und Bänder.

Das Hufrollen-Syndrom tritt meist an den Vorderbeinen auf, da hier durch die anatomische Verhältnisse stärkere Stoßbelastungen auftreten. Probleme mit der Hufrolle an den Hinterbeinen sind selten. Es kommt häufig nicht alleine zum tragen. Begleiterscheinungen sind oft Arthrose im Hufgelenk oder eine Degeneration des Strahlkissens. Beide Erkrankungen haben ähnliche Ursachen, wie das Hufrollen-Syndrom oder können eine Folge davon sein.

Die Ursachen für das Hufrollen-Syndrom sind umstritten, in Frage kommen viele Faktoren. Ich persönlich glaube nicht an eine genetische und damit rein erblich Komponente.
Unumstritten ist jedoch, das zu enge Hufe und untergeschobene Trachten Hufrollenerkrankungen begünstigen.
Zu wenig Bewegung schädigt die Knorpel im Hufgelenk und das Strahlkissen, da diese nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. So können vermehrt Schwingungen auf die Hufrolle übertragen werden, was dadurch zu Schädigungen führt. Gleiches gilt für den Hufbeschlag an sich und besonders ein langfristig falscher Beschlag. Er behindert den Hufmechanismus und setzt den Dämpfungsmechanismus des Hufes herab.

Folgende Symptome werden dem Hufrollen-Syndrom zugeordnet:
Klammer Gang, Taktstörungen in engen Wendungen, Laufunlust auf harten Böden, entlasten eines Vorderbeines, häufiges Stolpern.

Meist tritt im Anfangsstadium keine deutliche Lahmheit auf, sondern das Pferd wirkt eher laufunlustig und steif. Läßt man die Pferde auf hartem Boden enge Zirkel traben sind die Symptome frühzeitig sichtbar.

Schulmedizinisch wird nach der Diagnose meist ein entzündungshemmendes Medikament verabreicht um den erkrankten Bereich zu entlasten. Ein Spezialbeschlag empfohlen, meist Rundeisen, häufig mit Polstern. Das Rundeisen soll die Tiefe Beugesehne entlasten und damit den Zug auf die Hufrolle lindern. Das Polster die Erschütterungen der Strukturen mindern.

Mit einem Beschlag, der die Bewegungsfähigkeit der Hufstruktur einschränkt sollen die Pferde dann regelmäßig bewegt werden, um die Durchblutung zu fördern??!?
Zusätzlich werden häufig durchblutungsfördernde Medikamente empfohlen, ohne über deren Nebenwirkungen ein Wort zu verlieren.

Ich kenne viele Pferde denen es kurz nach solchen Maßnahmen besser geht und dann sogar kurz- und mittelfristig wieder im Leistungssport einsatzfähig sind. Nur habe ich leider nicht erlebt, dass die Pferde mit einem orthopädischen Beschlag  nachhaltig wieder „gesund“ und damit symptomfrei werden.

Meiner Meinung nach macht es mehr Sinn, den Pferden eine Eisen freie Zeit zu gönnen und so den Hufmechanismus zu regenerieren. Ob es dabei schulmedizinisch oder alternativ behandelt werden sollte, ist Einstellungssache und muss jeder für sich entscheiden.

Einen durch Röntgenbilder belegbarer Beweis dafür, dass die Umstellung zum Barhufpferd bei korrekter Bearbeitung zur Heilung des Hufrollen-Syndroms führen kann ist Rivaldo.

Therapien können den Entzündungsprozess angeblich nur Stoppen, vorhandenen Veränderungen bleiben bestehen. Ich hoffe, wir sind nicht die einzigen Pferdemenschen die hoffen, dass ein Pferdeorganismus in der Lage sein kann sich bedingt zu regenerieren.

Schale :
ist ein Sammelbegriff für verschiedene Formen von Knochenzubildungen, welche an Fessel-, Kron- und Hufbein sowie an den verbindenden Gelenken bevorzugt an den Vorderbeinen vorkommen können.
Die sog. hohe Schale tritt vom unteren Ende des Fesselbeins bis ungefähr zur Mitte des Kronbeins auf, die sog. tiefe Schale von der Mitte des Kronbeins abwärts bis zum oberen Ende des Hufbeins.
Betrifft die Knochenzubildung nur die glatten Flächen der Knochen, ohne in den Gelenkspalt einzuwachsen, spricht man von gelenksnaher Schale, sind auch die Gelenksflächen von der Knochenzubildung betroffen, spricht man von Gelenkschale.
Die Gelenkschale ist die gefährlichere Form, weil sie schwere Gelenksentzündungen und arthrotischen Zerstörungen im Gelenk auslösen kann und aus diesem Grund über eine deutlich schlechtere Wiederherstellungsprognose verfügt. Gelenknahe Schalen bleiben häufig unerkannt und führen auch zu keinerlei Beeinträchtigungen, wenn sie nicht an kritischen Stellen liegen.

Schale entsteht durch Reizungen der Knochenhaut, welche zu einer vermehrten und unkontrollierten Bildung von Knochensubstanz führt. Mögliche Auslöser sind:
Schläge und Stöße auf die Knochen, Überlastungen durch zu starken Zug auf Bänder und Gelenkkapseln, worauf der Knochen mit Entzündung und Knochenzubildung reagiert. Auch Verletzungen, die bis auf den Knochen reichen, können auslösend sein.
Überlastung kann als der häufigste Auslöser angesehen werde. Sie ist die Folge einer Überbeanspruchung des Pferdes, (Pferd nicht warm geritten, Pferd auf der Vorhand geritten, Pferd übermüdet geritten, starke Drehbewegungen auf der Stelle, schnelle Richtungswechsel im Galopp) häufig begünstigt durch schlechte anatomische Voraussetzungen, wie eine steile Fesselung verbunden mit hohen Trachten und kurzen Zehen oder Stellungsfehler (bodenweit, bodeneng, zeheneng). Negativ wirken auch zu lange Beschlagsintervalle mit erkennbarer deutlicher Brechung der seitlichen Zehenachse.

Diese Faktoren begünstigen eine Reizung der empfindlichen Knochenhaut (Periost). Die Knochenhaut (auch Beinhaut) ist ein den Knochen umhüllendes, sehr nerven- und gefäßreiches Bindegewebe, bestehend aus einer faserigen Außenschicht und einer tiefer liegenden, zellreichen und mit vielen Kapillargefäßen durchzogenen Kambiumschicht. Von dieser Kambiumschicht geht das Dickenwachstum des Knochens aus.

Auf Reizungen kann die Knochenhaut mit entzündlichen Prozessen (Periostitis, Knochenhautentzündung) reagieren. Im Laufe einer Periostitis wird vermehrt Knochengewebe produziert, es kommt zu einer Verdichtung und Verdickung der Knochenhaut (Periostose). Bei einer übermäßigen Neubildung von Knochengewebe bilden sich Überbeine (Exotosen, "Auswuchs"). Im Bereich von Krongelenk, Fesselgelenk und Hufbein auftretende Exotosen werden dann als Schale bezeichnet.
Sitzen die Exotosen direkt auf den Gelenkflächen, spricht man von einer Gelenkschale oder artikulärer Schale, bei Exotosen in unmittelbarer Umgebung des Gelenks von einer gelenknahen Schale oder auch periartikulärer Schale (Articulatio = lat. Gelenk, peri... = Wortteil für "ringsum").
Gelenkschalen weisen zu Beginn oftmals nur eine geringgradige Lahmheit auf, welche sich vergleichbar bei Spat wieder einlaufen kann. Die Lahmheit verschwindet bei längerer Schonung des Pferdes, tritt aber bei einsetzendem Training bald und meist verstärkt wieder auf.

Bei einer Gelenkschale ist die Bewegung des Gelenks wesentlich stärker beeinträchtigt als bei gelenknaher Schale, zudem verursachen Gelenkschalen beim Pferd mehr Schmerzen. Die Gelenkschale stellt eine Osteoarthrose dar, eine etwa dem Spat vergleichbare, degenerative (= von der Norm funktionell oder formal abweichend, im Sinne einer Funktionsminderung) Gelenkerkrankung, die im Verlauf das Gelenk aufgrund eines Mißverhältnisses zwischen Tragfähigkeit und Belastung zunehmend in seiner Funktion beeinträchtigt und im weiteren zu einer fortschreitenden Zerstörung des Gelenkknorpels führt.

Bei Pferden gilt die Krongelenksschale als die häufgste Form dieser Erkrankung, gefolgt von der Schale am Hufgelenk. Wesentlich seltener tritt eine Schale am Fesselgelenk auf.
Jede Form der Schale kann grundsätzlich an allen vier Gliedmaßen auftreten, wobei jedoch die vorderen Gliedmaße häufiger betroffen sind. Bei einer Schale auf beiden Körperseiten wird auch der Begriff Leist benutzt, sind alle vier Beine betroffen, spricht man von Ringbein.

Schale wird vorwiegend als Altererscheinung betrachtet. Die Knochen werden mit zunehmendem Alter instabil, Bänder und Sehnen sind überdehnt und können die Gelenke nicht mehr ausreichend stützen. Bei jungen Pferden tritt eine Schale zumeist als Folge von Verletzungen auf. Hierbei insbesondere nach Frakturen, tiefen Verletzungen im Bereich der Fessel oder nach Tritten anderer Pferde. Auch bei Störungen im Stoffwechsel der Knochen steigt besonders für junge Pferde das Risiko einer Schale.

Kaltblüter sind bedingt durch das auf den Gelenken lastende Körpergewicht eher betroffenen. Gleiches gilt für Arbeits- und Zugpferde, die bei hohen Belastungen fast nur im Schritt gehen. Typische Kandidaten für eine Schale sind auch Spring- und Westernpferde. Bei ihnen werden die Gelenke zum Teil extremsten und immer wiederkehrenden Belastungen ausgesetzt, etwa beim Sliding Stop. Bei diesen Pferden tritt fast nur die Gelenkschale auf. Eine Schale läßt sich insbesondere im Anfangsstadium nur relativ schwer erkennen, für den Laien so gut wie überhaupt nicht, in der Regel ist für eine zweifelsfreie Diagnose immer eine Röntgenaufnahme erforderlich. Das liegt auch an dem Umstand, dass sich die Schale zu Beginn ähnlich dem Spat entwickelt.

Dass eine Schale zu mehr oder minder starker Schmerzeinwirkungen beim Pferd führt und auch die Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit des betroffenen Gelenks zumeist sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, zeigen die Tiere verschiedenste Symptome: So lahmt ein Teil der Tiere bereits kurz nach dem Auftreten einer Schale, andere erst bei fortgeschrittener Erkrankung.

Häufig stehen die Haare am Kronsaum gut sichtbar ab und das Bein zeigt (insbesondere zu Beginn der Schale) druckschmerzempfindliche Schwellungen im Bereich von Kron- oder Fesselgelenk. Im Verlauf einer Krongelenksschale bilden sich in den meisten Fällen harte, irreversible Schwellungen am Kronsaum.

Pferde mit einer Gelenkschale sind als Folge dieser Erkrankung nicht zwangsläufig unreitbar. Die Schale ist zwar unheilbar, da die Knochenwucherungen nicht reversibel sind, aber durch eine zunehmende Verknöcherung des betroffenen Gelenks versteift sich dieses im Verlauf der Schale. Dieses versteifte Gelenk ermöglicht eine weitere Nutzung des Pferdes. Wobei mit Nutzung hier ganz deutlich die freizeitmäßige Reiterei und nicht der Leistungssport gemeint ist.
Da die Gelenkschale an sich unheilbar ist, kann man nicht konkret von einer Behandlung sprechen. Vorbeugung ist eine dringende Notwendigkeit und steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Hufgesundheit vom Fohlen-alter an.
Ausgewogene Fütterung und artgerechte Haltung mit viel Auslauf sollten selbstverständlich sein. Die Tiere langsam und nicht zu früh ausbilden so wie entsprechend ihrer Konstitution belasten.

Bleiben wir beim Huf, wechseln aber zum Stoffwechsel:

Hufrehe
Die Rehe ist eine gefürchtete Huferkrankung, die ich unter anderem dem Stoffwechsel zuordne. Meist liegt eine Entzündung der feinen Blättchen der Huflederhaut vor.

Auslöser für eine Stoffwechselstörung gibt es mehrere. Futterveränderungen stehen oben auf der Liste. z.B. zu schneller Wechsel vom Winterfutter im Frühjahr zur Weidehaltung.
Mangel an Bewegung kann ebenso wie Überanstrengung auslösend sein. Hufrehe tritt auch in Zusammenhang mit Medikamentenunverträglichkeiten, Infektionskrankheiten und durch Nachgeburtverhalten auf.

Von einer Fütterungsrehe spricht man bei einer Überfütterung z.B. zu energiehaltige Weiden, zu viel Getreide, ungenießbares Gras (Rasenschnitt aus dem Rasenmäher).

Bei der Toxischen Rehe geht man von Allergien auf Futtermittel aus, Darmentzündungen und Vergiftungen.
Die
Geburtsrehe wird durch das Zurückhalten der Nachgeburt ausgelöst (Sepsis).

Die Belastungsrehe kann laut Lehrbuch durch zu langes Stehen bei Transporten ausgelöst werden, durch Überanstrengung auf hartem Boden, fehlerhaften Beschlag oder fehlerhafte Hufbearbeitung.

Zusätzlich kann die Rehe noch durch Infektionen ausgelöst werden. Der Stoffwechsel ist durch die vordergründige Krankheit träge, Bewegungsmangel, zu viel Futter und Medikamente, eine ungünstige Kombination für den Huf.

Hufbeinabsenkung, Hufbeinrotation, Wandrotation
sind ein komplexes Thema, zu dem ich auf eine laienverständliche Seite verweisen möchte.

Sehnenerkrankungen
führen häufig zu Lahmheiten, die durch Veränderungen der Schleimbeutel, Sehnen und Sehnenscheiden entstehen.
Die Sehne ist eine bindegewebige Verlängerung und besteht aus zahlreichen faserförmigen Einheiten. Während ein Muskel in der Lage ist, sich zusammenzuziehen und zu entspannen, ist eine Sehne wenig dehnungsfähig und von relativ starrer Struktur.

Durch die Produktion von Gelenkflüssigkeit (Synovia) sorgen die Schleimbeutel und Sehnenscheiden dafür, dass die Sehne in Gelenknähe sicher vor Reibung und Verschleiß ist.
Der Anfang der oberflächlichen Beugesehne befindet sich oberhalb des Vorderfußwurzelgelenkes und vereinigt sich von da mit einem fest- faserigen Unterstützungsband.
In eine Sehnenscheide eingebettet verläuft sie entlang des Röhrbeins bis in die Fesselgelenkregion. Dort bildet sie einen Ring um die tiefe Beugesehne um sich danach, unterhalb des Fesselkopfes, in zwei Teile zu spalten.
In der Fesselsehnenscheide führt die tiefe Beugesehne weiter nach unten und setzt hinten am Hufbein an. Der Anfang der tiefen Beugesehne befindet sich ebenfalls oberhalb des Vorderfußwurzelgelenkes. Tritt eine Überdehnung der Beugesehne ein, nimmt das Unterstützungsband einen Teil der Belastungen und kann somit ebenfalls geschädigt werden.

Bei Sehnenentzündung (Tendinitis)
treten Zusammenhangstrennungen der Sehne auf, die durch einen Riss der Sehnenhülle, der Sehnenfaser, der Faserbündel oder der gesamten Sehne entstehen können.
Oft betroffen sind Kronbeinbeugesehne, Hufbeinbeugesehne, Fesselträger,  Streckersehne.
Auslöser sind fast immer Überdehnungen der Sehne, die durch eine relativ geringe Blutversorgung der Gefäße im Sehnengewebe begünstigt werden.

Diagnostisch fällt eine warme Schwellung im Verlauf der Sehne auf, die lokal sehr druckempfindlich ist. Das Pferd geht in der Stützphase lahm.

Als Nachfolgesymptom kann es an dieser Stelle zu einer knotigen Verdickung und oder einer Sehenverkürzung kommen, die kaum oder nicht schmerzempfindlich ist.

Schleimbeutel – Entzündungen Bursitiden
An den beweglichen Teilen des Pferdeskeletts befinden sich an den  Stellen, die vermehrt Druck ausgesetzt werden (z.B. Gelenken). Schleimbeutel sind bindegewebsartige mit Flüssigkeit gefüllte Kapseln. Sie erleichtern das Gleiten der Muskeln und Sehnen über die Knochen. Bei einer Verstauchung, Prellung oder Überlastung des Gelenkes kann ein Schleimbeutel anschwellen und sich entzünden. Diese Entzündung kann sich auf das ganze Gelenk ausbreiten.

Eine Stollbeule ist eine Umfangsvermehrung im Bereich des Ellenbogenhöckers. Sie kann ein- aber auch beidseitig auftreten. Die Haut, Unterhaut, Schleimbeutel oder Ellenbogenhöcker können erkranken, je nachdem wie schwer das Ausmaß der Gewalteinwirkung war. Die akute Form stellt sich als teigige, leicht erwärmte, schmerzhafte, mit Flüssigkeit gefüllte Schwellung dar.
Als Spätfolge (chronische Form) bleibt dort eine bindegewebige, derbe Verdickungen zurück.
In eitriger Form addiert sich eine Lahmheit und gestörtes Allgemeinbefinden. (Fieber, mangelnder Appetit)

Von einer Karpalbeule spricht man, wenn eine Umfangsvermehrung an der Vorderfläche des Vorderfußwurzelgelenkes vorliegt. Es kann sich um eine akute oder chronische Entzündung des Schleimbeutels oder einen alten Bluterguss handeln. Karpalbeulen sind oft die Ursache von Quetschungen, Stürzen auf das Gelenk oder Liegen auf hartem Boden. An der Vorderseite des Vorderfußwurzelgelenkes kommt es zu einer schmerzlosen Umfangsvermehrung mit viel Flüssigkeitsansammlung und enormer Größe. Das Beugen der Gliedmaßen verursacht massive Probleme.

Bei Piephacken besteht eine Schwellung im Bereich des Fersenhöckers, die ein oder beidseitig auftreten kann. Sie entstehen durch Hufschlag, Ausschlagen in engen Boxen oder Transportern sowie in Behandlungsständern. Je nach Ausmaß der Einwirkung kann es zu unterschiedlichen Schäden kommen (Quetschung der Haut, Unterhaut, Kappe des oberflächlichen Zehenbeugers, Knochenrisse oder Brüche des Fersenbeines). Bei frischen Piephacken ist eine weiche, meist mit Flüssigkeit angefüllte Schwellung vorhanden, die zu gering bis mittelgradiger Lahmheit führt.

Die Hasenhacke ist eine halbkugelförmige Vorwölbung der Hintergliedmaße unterhalb des Sprunggelenkes. Sie kann angeboren sein und ist eine vorkommende Exterieureigenschaft bei Vollblütern. Man unterscheidet zwischen Knochenhasenhacke und Sehnenhasenhacke. Letzteres entsteht durch Sehnenfaserrisse an der tiefen Beugesehne oder ihrem Unterstützungsband.
Auslöser können Quetschungen, Springen und schnelle Gangart sein.
Am Übergang vom Sprunggelenk zum Mittelfußknochen kommt es zu einer Anschwellung mit geringgradiger Schmerzhaftigkeit.
Tritt eine Flüssigkeitsansammlung ein, ist der Schleimbeutel ebenfalls erkrankt.
Die Knochenhasenhacke tritt durch Liegen auf hartem Boden ein und zeichnet sich durch eine harte Knochenauftreibung aus. Bei beiden Arten ist eine Streckung des Sprunggelenkes mit starken Problemen verbunden. Es kann zu einer gering bis mittelgradigen Lahmheit kommen.

Muskulatur
Die Aufgaben der Muskeln für den Bewegungsapparat sind die Bewegungen des Körpers als Ganzes, die Sicherung der aufrechten Körperhaltung sowie die Beanspruchung.
Muskelverspannungen führen immer zu erheblichen Energieflussstörungen. Die Skelettmuskulatur steht unter der willkürlichen Kontrolle des ZNS (Zentralnervensystem).
Alle Muskeln, die der Fortbewegung dienen, gehören dazu. Die Bewegungsgrundtypen umfassen Fluxion/ Beugung, Extension/ Streckung, Abduktion/ Abstellen und Adduktion/ Heranziehen. Der Muskelbauch, der aus Faserbündeln zusammengesetzt ist, bildet die Hauptmasse des Muskels.

Diese Fasern sind für die Funktion des Muskels verantwortlich, sie ziehen sich bei der Kontraktion zusammen und verlängern sich bei der Relaxation/ Entspannung.
Die Aktivität jedes einzelnen Muskels verläuft beim gesunden Pferd in Übereinstimmung mit der Bewegung aller anderen Muskeln.
Muskeln die in gleicher Weise wirken, bezeichnet man als Agonisten oder Synergisten, Muskeln mit gegenläufiger Wirkung nennt man Antagonisten.
Jeder Muskel hat eine reiche Gefäßversorgung, da er bei seiner energieaufwendigen Aktivität auf eine auszureichende Zufuhr nährstoff- und sauerstoffreichen Blut angewiesen ist.
Muskelfasertypen
Die Skelettmuskulatur besteht aus sog. quergestreifter Muskulatur. In jedem quergestreiften Muskel des Pferdes gibt es drei verschiedene spezialisierte Fasertypen, die alle eine etwas unterschiedliche Funktion haben :

Typ 1- Fasern haben reichlich Muskelfarbstoff, sie sind dadurch rot gefärbt. Ihre Energiebereitstellung und ihre Kontraktion verlaufen langsam, sie arbeiten völlig gleichmäßig und ermüden kaum.

Typ 2- A Fasern sind schnelle weiße Fasern, die wenig Farbstoff enthalten und die sehr leicht ermüden. Sie werden bei kurzer, kraftvoller Aktivität eingesetzt.

Typ 2- B Fasern sind ebenfalls hell und arbeiten schnell, sie haben eine besonders hohe oxidative Kapazität und ermüden dadurch weniger leicht als die 2- A Fasern. Sie kommen überwiegend bei schneller Arbeit, die länger dauert, zum Einsatz
Jeder Muskel enthält alle drei Typen von Muskelfasern.

Erkrankungen der Muskulatur
Verantwortlich für die Ursachen einer Muskelerkrankung
und die Entstehung einer Muskelerkrankung können der Ernährungszustand, die Durchblutung und die Ausbildung der Muskeln sein.
Pferde die regelmäßig trainiert werden, reagieren sehr oft nach Stehtagen bei voller Futterration mit Steifigkeit und Schmerzhaftigkeit der Muskulatur, dies wird durch einen zu hohen Laktatwert (Milchsäuregehalt) im Blut hervorgerufen.

Untrainierte Pferde reagieren auf Überbelastung oft mit Muskelzerrung oder Muskelverspannung. Es ist bekannt, dass die Größe und Stärke von Muskeln mit fortschreitendem Training zunimmt.
Daraus folgt logisch, dass Muskelverletzungen am ehesten solche Muskeln betreffen, welche ihre maximale Ausbildung noch nicht erreicht haben. Typischerweise kommt es während der Arbeit zu Verletzungen, gerade in Phasen, in denen das Pferd abrupt das Tempo wechselt. Auch beim Angaloppieren, beim Beschleunigen oder beim Springen sind die Muskeln besonders belastet.

Ermüdete Muskeln (beim untrainierten Pferd ermüden sie schneller) sind stärker gefährdet, da die Koordination und die Schnellkraft nachlassen. Mangelnde Koordination bewirkt auch in der Aufwachphase nach Narkosen ein erhöhtes Verletzungsrisiko, ebenso wie bei plötzlichen Ausgleichsbewegungen, wenn das Pferd ausrutscht oder zu stürzen droht. Auch direkte Verletzungen, wie Schlag eines anderen Pferdes, können zu Muskelverletzungen führen.

Die größeren Muskeln erleiden öfter Zerrungen. Diese sind im Bereich von Hals, Schulter, Rücken, Kruppe und Oberschenkel besonders häufig, während Unterarm und Unterschenkel seltener betroffen sind. Unmittelbar nach einer Muskelzerrung geht das Pferd deutlich lahm. Verletzungen der Lendengegend, der Hinterhand oder des Halses dauern oftmals länger und zeigen sich durch massive Muskelschwellungen.

Muskelkrämpfe sind unwillkürliche, schmerzhafte Dauerkontraktionen eines Skelettmuskels, die meistens gegen Ende oder unmittelbar nach ermüdenden intensiven oder sehr langen Belastungen spontan auftritt.

Muskelschwäche hängt oft mit Ernährungsstörungen zusammen. Hier ist dann auf den Calcium - Phosphor - Stoffwechsel zu achten. Vorwiegend betrifft diese Form junge Pferde.

Ein Muskelriß kann sowohl durch extreme Kontraktion als auch durch Überdehnung entstehen.
Eine schwere Verletzung oder eine Zerrung kann ebenfalls eine Ruptur verursachen.
Erste Anzeichen sind Entzündung und Schwellung. Die Schwellung wird meist durch Gewebeblutungen verursacht.

Muskelatrophie bedeutet, dass ein Schwund von Muskelgewebe in Folge einer Myostitis (Entzündung von Muskelgewebe nach Infektion oder Überanstrengung) oder einer unzureichenden Nervenversorgung aufgetreten ist. Die Symptome einer Muskelatrophie sind klar erkennbar und schließen einen Verlust an Größe und Funktionstüchtigkeit der Muskulatur ein.

Rückenproblematik bei Pferden und Folgen
Probleme im Rückenbereich der Pferde, sind nicht zu unterschätzen, da sie über die Einschränkung und Gebrauchsfähigkeit des Verwendungszweckes entscheiden.
Es muss nicht immer eine Erkrankung in diesem Bereich vorliegen, oft sind es auch reiterliche Einwirkung, erhebliche Druckbelastung beim Spring- und Hindernisrennen, falsches Zaumzeug, ein unpassender Sattel, ein übermäßiges Reitergewicht im Verhältnis zur körperlichen Entwicklung des Pferdes, mangelnde Kopffreiheit, schmerzhafte Zahnprobleme ect. Auch diese Dinge sollten berücksichtigt werden, wenn eine Pferd Widersetzlichkeiten beim Satteln oder Gurten, ungehorsam gegenüber reiterlichen Kommandos ist, oder Bewegungsstörungen zeigt.

Auf jeden Fall ist der Problematik früh genug Aufmerksamkeit zu schenken und sie einer klinischen Beobachtung zu unterziehen.

Ein Sammelbegriff für degenerative Veränderungen an Wirbelkörpern ist Spondylose. Auslöser für eine Spondylose sind oft Traumen, erhöhte statische und mechanische Belastungen sowie Veränderungen der Zwischenwirbelscheiben. Durch einen Entzündungsprozess kommt es zu Verkalkung und Auflagerungen.
Die Symptome der Störungen hängen immer davon ab, welche Wirbel betroffen sind. Das Erscheinungsbild kann von einer kaum merkbaren Veränderung des Ganges bis hin zu einer deutlichen Lahmheit gehen. Wirbelsäulenbedingte Lahmheiten, sind meist Hangbeinlahmheiten, wobei oft auch diagonale Lahmheiten auftreten können, bei denen sich ein Vorderbein und das Hinterbein der gegenüberliegenden Seite nicht normal bewegt.

Neben den Frakturen sowie den Verkrümmungen der Wirbelsäule sind in dem Bereich der Brust- und Lendenwirbel als Hauptursache sich überlappende, aneinander reibende Dornfortsätze der Wirbel (kissing spines oder küssende Wirbel) zu beobachten.
Die häufigsten Probleme sind aber akut oder chronisch verlaufende Erkrankungen der Muskeln und Bänder im Rückenbereich. Der lange Rückenmuskel des Pferdes ist für die Biegung und Streckung der Wirbelsäule verantwortlich.
Die Problematik entsteht durch kleinste Spinalnerven (Rückenmarksnerven) die leicht gereizt werden und als Folge Muskelverspannungen und damit Schmerzen verursachen.
Außer durch Trauma (Sturz, Verrenkung) entwickelt sich eine Wirbelveränderung langsam. Obwohl schon leichte Veränderungen in Gang gesetzt sind, können die Pferde Monate bis Jahre beschwerdefrei sein, bis die ersten Symptome auftreten. Die meisten Veränderungen treten zwischen dem 10. Brust- und dem 4. Lendenwirbel auf.

Bei folgenden Symptomen lohnt es sich meiner Meinung nach, einen Chiropraktiker oder Ostheopaten zur Hilfe zu bitten: Sattelzwang, Druckempfindlichkeit im Rückenbereich, Probleme mit dem Rückwärtsrichten, Schwierigkeiten beim Biegen und Stellen, Wegdrücken oder Kopf hochschlagen beim Aufsitzen, Steifheit, kurzer gebundener schwungloser Gang, abstehender eingeklemmter oder schief stehender Schweif, umspringen in den Kreuzgalopp, Widersetzlichkeit bei der Versammlung, Zügel aus der Hand reißen, Steigen, Buckeln.

Rückenprobleme können auch rheumatischer Natur sein, wenn z.B. eine Durchnässung erfolgt ist. Gerade bei unseren Klimaverhältnissen ist dieser Punkt nicht zu unterschätzen.

Auch Infektionen z.B. Herpes oder Borreliose können durch Entzündungen des ZNS (zentralen Nervensystems) Symptom auslösend sein!

Eine Hüftgelenksentzündung entsteht meist durch ein vorhergehendes Trauma. Auslösende Faktoren hierfür sind Verdrehungen, Quetschungen, Stoß oder Sturz, kurzes Parieren unter dem Reiter und scharfe kurze Wendungen. Es kommt zu einer mechanischen Überbeanspruchung der Gelenke und einem ständigen Belastungsdruck, der zur Folge hat, dass schleichende Entzündungsprozesse am Knochen, am Knorpel und der Gelenkkapsel entstehen.

Begünstigend für eine Erkrankung im Gelenkbereich sind auch fehlerhafte Gliedmaßenstellungen auf die man beim Kauf eines Pferdes unbedingt achten sollte, um möglichen Folgeschäden aus dem Weg zu gehen. Die Erkrankungen beginnen meist schleichend und werden deshalb erst spät erkannt.

Man unterscheidet akute und chronische Hüftegelenksentzündung.
Während eine akute Hüftgelenksentzündung meist nur einseitig auftritt, ist im Gegensatz dazu, eine chronisch deformierende Entzündung, meist entwickelt durch Abnutzungserscheinungen im höheren Alter, beidseitig zu beobachten. Charakteristisch für die Erkrankung ist die sog. Hüftlahmheit, die aber nur ein Sammelbegriff für Bewegungsstörungen ist, die ihre Ursache im Becken- oder Oberschenkelbereich haben. Auftreten können sie als Hangbein-, Stützbein- oder gemischter Lahmheit.

Die akute Form, die Coxitis ist durch eine gering- bis mittelgradige gemischte Lahmheit gekennzeichnet, die sich in der Bewegung verstärkt. Die Pferde laufen schief. Bei passiver Streckung, Beugung oder Dehnung der Gliedmaße wird Schmerz geäußert. Die Beugeprobe ist positiv. Durch das vorausgegangene Trauma, kann es zu Einrissen an Kapselbändern oder auch Knochenabsprengungen kommen. Das Ausmaß des Gelenktraumas kann von unterschiedlicher Schwere sein und dementsprechend für eine erhebliche Dauereinschränkung der Gelenkfunktion sorgen, die bei der chronischen Form ohne hin zu befürchten ist.

Eine chronische Coxarthrose tritt meist beidseitig auf und kann sich im fortgeschrittenen Alter ohne erfassbare Ursache entwickeln. Sie kann aber auch die Folge ständig einwirkender Zerreißungen von Bändern oder Absprengungen vom Knochen sein. Dabei spielt auch ein Missverhältnis zwischen Belastung und Leistungsfähigkeit des Pferdes eine Rolle. Nicht selten sind auch chronisch deformierende Entzündungen an anderen Gelenken gleichzeitig vorhanden. Die Pferde können nur mühsam aufstehen. Sie sind steif und unbeholfen in der Hinterhand.

Durch eine Bewegungseinschränkung tritt eine steilere Stellung des Oberschenkels ein. Es besteht eine Hangbeinlahmheit. Die passive Bewegung der Extremität, insbesondere die Streckung nach hinten, ist schmerzhaft. Mitunter sind dabei Knirschgeräusche zu hören.
Infolge einer Atrophie der Kruppen- und Hüftmuskulatur tritt das Hüftgelenk deutlicher in Erscheinung.

Skelettsystem - Erkrankungen
Knochen bestehen aus weicher organischer Knochengrundsubstanz, in die Mineralstoffe eingelagert sind, die Festigkeit und Härte bedingen. Die Mineralstoffe liegen z.T. in Form eines Kristallgitters vor, dass den Knochen eine sehr große innere Oberfläche gibt. Auch ausgewachsene Knochen nehmen am Stoffwechsel teil. Ihre Bestandteile, einschließlich der Mineralstoffe, werden ständig ausgelöst und neu ersetzt. Bei wachsenden Knochen überwiegt die Einlagerung.

Bei den Skelettsystemerkrankungen kommt es zu einer Störung zwischen Auf- und Abbau der organischen Knochengrundsubstanz bzw. zu Einlagerung und Auslösung der mineralischen Knochenasche. Die am Knochen ablaufenden Austauschvorgänge sind gestört. Überfütterung mit sehr eiweiß- und energiereichem Futter kann bei Fohlen zu einem die Krankheit auslösenden Faktor werden. Diese Tiere zeigen ein beschleunigtes Skelett- und Muskelwachstum.
Da aber Festigkeit und damit Belastbarkeit der Knochen oft nicht im erforderlichen Maße erhöht werden, können verstärkt wirkende Muskelkräfte und auch eine erhöhte Körpermasse zu Überlastungsschäden am Skelett führen. Kalzium (Ca) und Phosphor (P) stellen den Hauptanteil der Knochenasche.
Bei länger dauerndem Mangel der Futterration (für Kalzium relativ häufig nachgewiesen) oder gestörte Aufnahme eines oder beider Elemente aus dem Darminhalt, z.B. bei ungenügender Vitamin- D- Versorgung, werden weniger Mineralien in die wachsenden Knochen junger Tiere eingelagert bzw. zuviel den Knochen erwachsener Tiere entzogen.

Dadurch verringert sich die Härte und Belastungsfähigkeit der Knochen. So entsteht die Rachitis bei Fohlen oder die Knochenweiche (Osteomalazie) der erwachsenen Pferde.
Außer der absoluten Deckung des Bedarfs an den beiden Elementen Kalzium und Phosphor ist ihr Mengenverhältnis in der Futterration bedeutungsvoll. Dieses Ca: Phosphor Verhältnis soll 1:1 bis 2:1 betragen (optimaler Bereich 1,2 bis 1,5 :1). In Grünfutter und Heu ist das weitgehend gegeben. Je höher aber der Konzentratfutter- (Kraftfutter-) Anteil an der Ration ist, desto mehr verschiebt sich dies Verhältnis zu Gunsten des Phosphor, so dass beim Sportpferd im Allgemeinen ein Phosphorüberschuss in der Ration vorliegt. In diesem Fall wird mehr Phosphor als Kalzium aus dem Darm aufgenommen. Um das Gleichgewicht im Blut wieder herzustellen, bildet die Nebenschilddrüse mehr Hormon, welches Kalzium und Phosphat im Überschuss aus den Knochen löst.

Dadurch verlieren diese nach einiger Zeit ihre Härte (Faserknochen), zeigen Auftreibungen und verformen sich (Osteofibrose). In weniger ausgeprägten Fällen reagieren die Gliedmaßenknochen an den Ansatzstellen von Sehnen und Bändern, wo Zug ausgeübt wird, mit Entzündungen und Knochenzubildungen. Das kann zu Lahmheiten und frühzeitiger Unbrauchbarkeit der Pferde führen.

Erscheinungsbilder der Erkrankung
Verringerte physische Belastbarkeit und rasche Ermüdung sind die ersten unspezifischen Anzeichen dieser Erkrankung. Die Belastung der erkrankten Gliedmaßenknochen ist schmerzhaft. Deshalb laufen die Pferde nur ungern, zeigen einen steifen, gespannten Gang und stehen, nachdem sie gelegen haben, vorsichtig auf.
Bei der Rachitis der jungen Pferde sind die unteren Teile von Speiche und Röhrbein schmerzhaft aufgetrieben, daneben sind besonders Vorderfußwurzel- Sprung- und Fesselgelenk verdickt.

Infolge der Knochenzubildung an den Ansatzstellen von Sehnen und Bändern im Bereich der Gliedmaßen können Lahmheiten entstehen. Veränderungen treten auch an der Wirbelsäule auf, die in ausgeprägten Fällen als Verkrümmung sichtbar werden.

Skelettschäden werden oft erst später, wenn die Tiere intensiveren Belastungen ausgesetzt sind, als Lahmheit sichtbar und können Nutzbarkeit und Nutzungsdauer der Tiere beeinträchtigen. Als Voraussetzung für eine ausreichende und ausgewogene Versorgung ist der Kalzium- und Phosphorgehalt zu berechnen und entsprechend den Bedarfszahlen zu korrigieren.
Kalziumreiche Futtermittel sind Luzerne- und Kleeheu, phosphorreich ist Kraftfutter (Hafer). Meist liegt ein Phosphorüberschuss vor, so dass die Ration durch eine kalziumreiche und phosphorarme Mineralstoffmischung ergänzt werden muss.

Vitamin D können die Pferde in der Haut bilden, indem sie den UV- Anteil des Sonnenlichtes ausnutzen. Bei mindestens halbtägigem Aufenthalt auf der Weide dürfte diese Vitamin D- Quelle ausreichen. Reich an Vitamin D ist sonnengetrocknetes Heu. Bei Pferden, die im Winter wenig Heu erhalten und sich überwiegend im Stall befinden sowie bei Hochleistungspferden ist es erforderlich, zusätzlich Vitamin D zu verabreichen. Das kann mit vitaminisiertem Futter oder durch Zusatz von Vitaminpräparaten erfolgen, da Vitamin D über den Magen- Darm- Kanal gut aufgenommen wird. Ferner ist darauf zu achten, dass auch die ausreichende Versorgung mit anderen Vitaminen sowie ein Bedarf deckendes Eiweißangebot mit der Ration für die Prophylaxe von generalisierten Skelettsystemerkrankungen bedeutungsvoll ist.

Störungen durch Senkung des Kalziumspiegels
Ein meist plötzlich eintretender Abfall des Kalziumspiegels im Blut stellt selbst keine Erkrankung, sondern nur eine biochemisch erfassbare Abweichung von der Norm dar, die aber Leistungsminderungen und auch erhebliche Erkrankungen zur Folge haben kann.
Ein normaler Kalziumspiegel des Blutes ist für die Gesundheit der Tiere überaus wichtig und wird exakt eingehalten.
Trotzdem kann ein Abfall dann eintreten, wenn neben ungenügender Kalziumaufnahme aus dem Darm, z.B. infolge eines niedrigen Kalziumgehaltes und eines Phosphorüberschusses in der Ration oder Vitamin- D- Mangel, bei hohem Verbrauch plötzlich viel Kalziumgaben mit dem Schweiß bei schwer arbeitenden Pferden entstehen können, obwohl die Tiere nur maximal 0,5g Kalzium stündlich verlieren.

Grosse Kalziummengen werden säugenden Stuten mit der Milch entzogen.
Bei diesen Tieren kann, wenn die Regulation des Kalzium- Blutspiegels überfordert wird, innerhalb kurzer Zeit ein deutliches Abfallen des Blutkalziums auftreten und zu ausgeprägten Krankheitserscheinungen führen. Ein Abfall des Kalziumspiegels wurde auch bei Stuten während der Rosse (besonders Fohlenrosse) und bei Pferden mit Verdauungsstörungen beobachtet.

Übrigens bestehen enge Beziehungen zwischen Kalzium und Magnesium und meist sinkt auch der Magnesiumspiegel im Blut. Die klinischen Erscheinungen sind vom Grad des Abfalls des Kalziumspiegels im Blut abhängig. Ein gering verminderter Kalziumgehalt beeinträchtigt die Nerventätigkeit und verringert dadurch die Leistungsfähigkeit der Tiere, ohne Krankheitserscheinungen auszulösen.
Bei fortlaufendem Absinken des Kalziumspiegels wird eine zunehmende Steifheit der Gliedmaßen, besonders der Hinterhand und auch des Halses beobachtet. Die Gliedmaßenmuskeln sind krampfartig gespannt. Nur mit Mühe können diese Tiere vorwärts bewegt werden, wobei sie die Gliedmaßen weitgehend unkoordiniert führen.

Hautpilze sind ein Zeichen einer schlechte Immunlage.
Aus diesem Grund sind Haut-, und beim Menschen Nagelpilze so schlecht in den Griff zu bekommen, so lange man die Behandlung ausschließlich auf den Symptombereich beschränkt.

Bronchitis
Die meisten akuten Bronchialerkrankungen sind die Folge von Infektionen. Als Sekundärinfektion ergeben sich akute, bakterielle Infektionen des Bronchialbaums. In den meisten Fällen droht die Gefahr, dass bei Sekundärinfektionen ein schneller Übergang in Chronizität erfolgt. Die akuten Stadien können in ihren Symptomen von fieberhaft bis hochfieberhaft verlaufen. Liegt eine Virusinfektion vor, erscheint meist spärlicher, seromuköser bis muköser Nasenausfluss, während bei einer Sekundärinfektion deutlich eitriger und reichlicher Nasenausfluss vorhanden ist.

Das Leitsymptom der Bronchitis ist der Husten. Eine akute Bronchitis geht mit deutlichen Rasselgeräuschen einher, ist zusätzlich noch visköser Schleim vorhanden, kommt es zu einem typischen Pfeifen mit einem zischenden Geräusch. Die Prognose einer akuten Form hängt in erster Linie von ihrer Ursache ab und davon, wie viel Ruhe dem Pferd gegönnt wird und ob im Stall optimale hygienische Verhältnisse herrschen. Ist dies nicht so, können Komplikationen auftreten und aus einem akuten einen chronischen Verlauf werden lassen.

Bei der chronischen Form wird die Entzündung durch Hypersekretion verstärkt, die Verkrampfung macht sich vorwiegend durch Atemnot bemerkbar (der Laie spricht dann von einem dämpfigen Pferd). Die Atemfrequenz ist sowohl in Ruhe, als auch in Bewegung deutlich erhöht. Diese Pferde zeigen schon in der Ruhephase auffallend weit offene Nüstern während der Ausatmungsphase.

Durch Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes und der gestörten Ausscheidung von Kohlendioxid in den Lungen, kommt es zu starken Verschiebungen im inneren Milieu. Die Herzleistung sinkt rapide durch die unzureichende Sauerstoffzufuhr. Im Endstadium zerreißen die Wände der geblähten Alveolen und die Atmungsfläche, an der noch ein Gaswechsel möglich ist, wird immer kleiner. Die Lunge gleicht dann mehr und mehr einem geblähten Ballon (Lungenemphysem).

COB / Asthma
heißt in Fachsprache: Chronisch obstruktive Bronchiolitis COB mit allergischer Genese.
Es wird behauptet, dass die Mehrzahl der chronischer Bronchiolitis erkrankten Pferde eine allergische Grundlage besitzt. Durch Inhalation verschiedener potentieller Allergene aus der Umwelt würden sich Pferde sensibilisieren.

Die wichtigsten Allergene während der Stallhaltung würden durch Futter und Einstreu (Staub und Sporen verschiedener Pilzgattungen, sowie durch chemische, wie Ammoniak) entstehen - während bei der Weidehaltung die Pollen eine große Rolle spielen würden. Das Erkrankungsbild in Form von chronischer, allergiebedingter Bronchiolitis würde bei bestimmten Pferden darauf beruhen, dass eine Bereitschaft zu überschießenden Immunreaktionen vorläge.

Diesem Ansatz bin ich mit meinen und der Pferden „meiner“ Herde jahrelang auf dem Leim gegangen und stimme ich eindeutig nicht zu!

In manchen Fällen ließe sich eine Allergie auch auf eine nicht abgeheilte Virusinfektion zurückführen (das halte ich für möglich). Die Immunreaktion der Typ I- Allergie setzt in diesem Fall Entzündungsmediatoren aus verschiedenen Zellen frei. Diese führen zu einer Hypersekretion (vermehrte Schleimbildung) und einer Verengung der Luftwege mit nachfolgendem Bronchospasmus (Verkrampfung der Bronchialmuskulatur). Die Typ III- Reaktionen dagegen führen vor allem zu alveolären Schäden (Lungenbläschen).

Ich halte es für wahrscheinlich, dass auch Mischformen beider Reaktionstypen auftreten. Aber weitaus seltener als meist beschrieben produzieren ein Teil der allergischen veranlagten Pferde innerhalb von etwa 30 Min. einen Anfall von Atemnot, der sich ohne Vorbehalt dem menschlichen Asthma bronchiale gleichstellen lässt. Die meisten Pferde entwickeln den typischen Zustand in einem Zeitraum von 2 bis etwa 12 Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen. Während eines akuten Anfalls hustet das Pferd recht heftig. Die Dyspnoe (Atemnot) ist das andere Leitsymptom und wird charakterisiert durch ihre Doppelschlägigkeit, d.h. nach der ersten, passiven Phase der Ausatmung, folgt eine zweite, abdominale Phase, weil das Pferd zum Auspressen der Luft die Bauchmuskulatur zur Hilfe nimmt. Tritt eine massive Verkrampfung ein, wird der After gut sichtbar nach außen gedrückt, ein Phänomen welches mit Afteratmung bezeichnet wird.

COB kommt in leichten bis schweren Formen heute fast in jedem Stall vor.
Zu den unbestrittenen Symptomen gehört der Krampf der glatten Bronchialmuskulatur, eine entzündliche Schwellung der Bronchialschleimhaut, verstärkte Schleimsekretion der Bronchialdrüsen
und Eintrocknung der Schleimmassen auf den Alveolen- und Bronchialwänden.

Meiner Meinung nach ist die Dunkelziffer der an Borreliose erkranken Pferde sehr viel höher als angenommen. An anderer Stelle habe ich schon erwähnt, dass ich davon ausgehe, das im Grunde 100% der Pferde (und Menschen) sich mit Borrelien und co. immuntechnisch schon auseinander gesetzt haben, nur erkranken die wenigsten an Beorreliose.

Bei Jocker und anderen Pferden, die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe standen „Luftprobleme“ in Verbindung mit Borreliose. Wurden sie immuntechnisch dahingehend unterstützt, verschwanden diese Symptome weitgehend.

Trotzdem ist natürlich auf eine gut verträgliche Stalluft zu achten! Ammoniak, Staub und Pilze reizen auch ein sonst gesundes Atemsystem unnötig.

Unter einer Kehlkopfentzündung versteht man eine entzündliche Veränderung der Kehlkopfschleimhaut, die vor allem durch virale oder bakterielle Infektionen hervorgerufen wird und sowohl akut als auch chronisch verlaufen kann.

Der Kehlkopf ist ein röhrenförmiges Organ, dem drei wesentliche Aufgaben zufallen. Die Regulation des Atemvolumens und Mechanik des Hustenreflexes. Er enthält den Stimmapparat und ermöglicht die Erzeugung von Lauten und dient zum Schutz der nachfolgenden Atmungsorgane, indem er das Eindringen von fester oder flüssiger Nahrung beim Schluckakt verhindert. Er
er ist ein kastenförmiges Hohlorgan, dass durch den Kehldeckel Epiglottis verschlossen werden kann und mit schützender Schleimhaut ausgekleidet ist.

Der Kehlkopf wird von fünf Kehlkopfknorpeln, bestehend aus Ringknorpel, Schildknorpel, Kehldeckel oder Schließknorpel und Stellknorpel gestützt.

Die akute Form eines Kehlkopfkatarrhs äußern sich zu Beginn mit kurzem aber trockenem Husten, der später feucht und schmerzhaft wird. Bei dem Hinausführen aus dem Stall fällt auf, dass das Pferd unter dem plötzlichen Einfluss von kalter Luft zu husten beginnt. Im Stall unter Staubbelastung beim Einstreuen von Stroh oder Füttern von Heu werden die Tiere von schweren und anhaltenden Hustenanfällen geschüttelt. Das Abschlucken von Futter oder Wasser kann ebenfalls einen Hustenanfall auslösen. Es tritt gelegentlich Nasenausfluss auf und die Kehlgangslymphknoten sind geschwollen.

Wenn die Pferde röchelnde oder schnarchende Geräusche abgeben, ist die Kehlkopfschleimhaut stark geschwollen. Durch vermehrte Bildung von Sekretion der Kehlkopfschleimhaut sind knisternde und rasselnde Geräusche zu vernehmen. Durch Druck auf den Kehlkopf oder die ersten Luftröhrenringe kann man leicht einen oder mehrere Hustenstöße auslösen. Durch eine Kehlkopfspiegelung kann die Diagnose erhärtet werden. Bei chronischen Katarrhformen des Kehlkopfes besteht kurzer und trockener Husten. Die Pferde husten relativ häufig, ohne dass weitere Krankheitssymptome vorliegen. Eine Kehlkopfentzündung ist oft mit einer Entzündung von Luftröhre oder Bronchien verbunden.

Bei jeder Form von Infektionen das Gewebe von Erregern heimgesucht und zwar entweder von Viren oder Bakterien. Zu einer bakteriellen Infektion kommt es gerne bei vorgeschädigtem Gewebe, dass durch einen der folgenden Faktoren geschwächt wurde. Eine vorhergehende Virusinfektion oder eine mechanische Schädigung durch Reizstoffe oder durch oberflächliche Zellschäden bei Einatmen von Schadgasen, Gift oder Rauch.

Eine sehr anschauliche Erklärung zum Thema Nierenerkrankungen findet ihr hier:

Mauke
ist eine meist bakterielle Hautinfektion, erkennbar an zunächst nur kleinen, vereinzelten stecknadelkopfgroßen Knübbelchen in den Fesselbeugen. Als möglicher Auslöser wird zum einen die Grasmilbeverantwortlich gemach, aber auch unhygienische feuchte Paddocks sind diesbezüglich in Verruf.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass es keine EINE Vorgehensweise gegen Mauke gibt.
Ich habe mit einigen Mitteln gute Erfahrungen gemacht.

Ein wenig muss man selbst heraus finden, was beim eigenen Pferd Linderung und Heilung unterstützt.

Mit “knibbeln” und antiseptischen Waschungen habe ich nie gute Erfahrungen gemacht. Das schädigt die gereizte Haut mehr als es ihr nutzt.
Lieber mit klarem Wasser den Schmutz abwaschen und die Haut vorsichtig trocken tupfen und nach dem Trocknen pflegen. Auch eine antibiotische Behandlung habe ich noch nicht zum Erfolg führen sehen.

Crab Apple kommt bei mit immer zum Einsatz, wenn eine Kruste noch nicht richtig verheilt war und unabsichtlich eine leicht blutende Wunde entstanden ist.

Am besten wäre die Bachblütencreme für die Borken, aber je nach Intensität des ”Befalls” ein echt teurer Spaß, dann nehme ich eine preiswerte - aber gute Calendula-Creme. (Calendula wirkt leicht und natürlich antibakteriell und fungizid).

Der Gedanke mit Melkfett geschmeidig zu halten und zu pflegen ist richtig, nur schließt das Fett luftdicht ab und die Bakterien vermehren sich noch leichter. Selten klappt die Heilung mit Melkfett ohne Neuinfektionen an anderen Stellen.

Manche Pferde mögen und vertragen gut, wenn man die betroffenen Beine für ca. 10 Minuten in ein PH neutrales warmes Baby-Badeschaum-Wasserbad stellt, somit die Krüstchen im warmen Wasser einweicht und gaaaanz vorsichtig massiert.
Leider vertragen einige Pferde das überhaupt nicht und haben am nächsten Tag ”Elefantenbeine” . (Also wenn, zunächst nur an einem Bein ausprobieren und zwar das, das ”am Besten” aussieht!)

Zinkpaste verwende ich nur selten(alle 10 - 14 Tage) und nur dann, wenn die Knötchen zu wässern / nässen beginnen und das mit Crab Appel nicht aufzuhalten ist (kommt fast nicht vor!)

Keine Verbände und Wickel anlegen!
Vorsicht mit Gamaschen! Die beschleunigen Neuinfektionen, wenn die Borken vor dem Abheilen durch Scheuern abfallen.
Wenn man beim Training auf Bandagen nicht verzichten kann, immer eine saubere Bandagierunterlage (evtl plus Wundauflage/Kompresse) verwenden. Die Mauke scheint sich wie Herpes durch die austretende “Wundflüssigkeit” zu verbreiten.
Wenn die Borken trocken werden, kurz vor der Heilung,und deshalb zu reißen drohen hilf bei vielen Pferden eine einmalige Behandlung mit Balistol-Öl.
Das passiert aber eigentlich nur, wenn die Mauke nicht regelmäßig mit Bachblütencreme oder Calenulacreme “gepflegt“ wird.

Mit der Kombi Calendula Creme (oder Bachblüten) mit Crab Apple kann man meist der Heilung zusehen, bevor sich die Mauke unerfreulich ausbreitet.

Eine sehr anschauliche Erklärung zum Thema Magenerkrankungen findet ihr hier.
Da Magengeschwüre oft schon sehr früh beginnen zu bluten machen sich das unter Umständen unerkannt im Blutbild bemerkbar!
Bei verringerten Erythrozyten Zahl und einem niedrigem Hämatokrit-Wert und einem gleichzeitig erhöhten CK und LDH Wert kommen bei Gewebezerstörung vor!

Hier etwas zu Nierenerkrankungen beim Pferd

letzte Aktualisierung 13.03.2012

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