Turbo, Zwergeselwallach, 97 cm, im Sommer schwarz, im Winter dunkel braun, Geb. 1990

Schnesi, Zwergeselstute, 103 cm. Grau, Geb. 1989

Ca. 1993 kaufte meine Freundin die beiden für ihre Kinder und sie kamen in einen kleinen Zuchtbetrieb für Quarter und Araber.
Weil sie in engem Kontakt zu den Pferden gehalten wurden, entwurmte und impfte meine Freundin die beiden sehr gewissenhaft.

Die Tiere sind sehr brav im Umgang mit den Kindern. Noch nie haben sie Kinder gebissen oder getreten und sie können von Kindern (in Begleitung von kundigen Erwachsenen) spazieren geritten werden.

Turbo war 1993 sehr schwer an Hufrehe erkrankt und es ist eine leichte Rotation auf dem Röntgenbild nachweisbar. Seit dem wurde er immer auf Diät gehalten.
Seit ich die Esel kenne, werden sie Offenstall mit Paddock gehalten.

Im April 1998 zogen die beiden zu uns auf den Hof in einen kleinen Offenstall mit eigener ganzjähriger Weide. Ein kleiner Bachlauf dient als Tränke.

Rehe ist nicht mehr aufgetreten. Mit dem Fortschreiten des Frühjahrs fing Turbo an sich mit steigender Tendenz an Popo und Hals blutig zu jucken.

Zu erst behandelte ein TA erfolgreich mit Difungit, eigentlich für Rinder bei Pilzbefall. Ein, höchstens zwei mal waschen, danach war alles wieder bestens.

Im darauf folgenden Jahr mussten wir 3 – 4 mal waschen. Und Schnesi zum ersten mal ,wegen kleiner, runder, borkig verkrusteten, wunden Stellen wurde zum ersten Mal mit behandelt.

Defungit war vom Markt genommen worden und wir konnten nichts mehr davon organisieren. Die Mittel die wir danach versuchten, brachten nicht den Erfolg.
Beide wurden gegen Pilz geimpft. Zwei mal mit Abstand, wie der Hersteller empfiehlt.
Kein durchschlagender Erfolg.

2002
Der TA tippt auf Sommerekzem bei Turbo.
Eine Biopsie bestätigte die Vermutung. Durch ein Langzeitcortison geht es Turbo den Rest des Sommers gut.

Die Esel werden zwar noch immer in Nachbarschaft zu den Pferden gehalten, aber wir lassen sie nicht mehr zu den Pferden auf die Weide weil sie durch das Pferd einer Einstellerin immer gejagt werden.

Wie alle Pferde auf dem Hof werden die Esel halbjährlich Influenza/Herpes geimpft, jährlich Tollwut und alle zwei Jahre gegen Tetanus. Auch bekommen die Esel alle 3 Monate eine auf ihr Gewicht errechnete Wurmkur.

2003
Früher als letztes Jahr fängt Turbo schon Ende Februar mit dem Scheuern an. Ich will kein Cortison mehr für den Esel. Wir probieren ein spezielles Mineralfutter für Ekzemer.
Schnesi, hat andere und weniger Probleme mit der Haut, wird aber wie er gefüttert.

Beide wechseln sehr schlecht das Fell, sehen bis August aus, als hätten sie Motten im Fell.
Das Futter bringt Besserung. Turbo scheuert den Popo grossflächig kahl, aber nicht blutig.

2004
Seit der Hufrehe hat Turbo mit White line Disease zu tun. Das Sohlenhorn ist viel härter als das Stahlhorn. Der Schmied muss regelmäßig den Huf in Form behalten.

Schnesi hat ein Hufgeschwür.
Durch die Zusatzfuttermittel hält sich das Ekzem in Grenzen. Um den Fellwechsel zu erleichtern werden beide Esel am Rumpf geschoren. Turbo sieht furchtbar aus, weil bei ihm die Maschine den Geist aufgegeben hatte haben wir versucht, mit der Schere unser Bestes zu geben. Gut gibt es kein Beweismaterial im Form von Fotos von dieser Aktion.

2005
Diagnose der THP:

Die Esel haben einen Impfschaden, leiden an Borreliose und die Leber ist bei Beiden völlig überlastet.

Schon im Verlauf des Sommers hat Schnesi keine Hautprobleme mehr.
Bei Turbo zeig sich eine leichte Verbesserung.

Im Winter bekommen die Esel doppelt so viel Heu wie die Jahre zuvor und nicht mehr so viel Stroh. Die THP geht davon aus, dass Turbo keine Futterrehe hatte und dass die schlechte Qualität von Fell und Huf auf die falsche Diät zurück zu führen sei.

2006
Der Stute geht es sehr gut und der Wallach hat zum ersten mal einen Ansatz von Mähne und sogar Haare auf dem Popo, auch wenn er noch scheuert.

Der Fellwechsel hängt auch in diesem Jahr. Das neue Fell ist glänzend wie ich es noch nicht kenne. Die Esel bekommen kein Kraft oder Zusatzfutter mehr. Sie haben einen hochwertigen Mineralstein und einen Kochsalzstein, den sie mäßig benutzen.

Im Sommer bekommen sie kein Heu. Im Winter bekommen sie portioniertes Heu und wann immer wir das organisieren können bekommen Pferde und Esel verträgliche Hölzer zum knabbern.
Im Gegensatz zu den Pferden habe ich keine Verhaltensänderungen durch die homöopathische Begleitung festsgestellt, aber Fell und Hufe verbessern sich noch immer langsam.
Die Esel haben nun leider keine Pflegekinder mehr.

Juni 2007
Schnesi ist noch nicht fertig mit Fellwechsel, hat keine kahlen Stellen und das neue Fell ist weicher und glänzender in diesem Jahr.

Leider haben beide noch immer mit Gammelstellen der weißen Linie zu tun.

Turbo scheuert sich fast nicht mehr, noch wenige winzige haarlose Stellen. Noch ist er nicht durch den Wechsel, was für Esel nicht unnormal ist.

Leider gibt es noch immer keine neuen “Pflegekinder” für die Esel. Ich werde ihrem Kuschel- und Putzbedürfnis im Grund nicht wirklich gerecht. Oft bleibt es nur beim täglichen Misten und einem „kölschen Wisch“.

März 2008
Nur auf der HP werden unsere Esel wie Stiefkinder behandelt ;o)

Im echten Leben werden die Beiden weder überhört, noch übersehen.
Beide sind mit dem schönsten Fell in den Winter gegangen, seit ich die Tiere kenne.
Schnesis Hufe haben sich sehr schön entwickelt, Turbos Hufe leiden viel mehr unter unserem viel zu feuchten Klima für Eselhufe. Obwohl ein großer Teil der von den Eseln regelmäßig genutzten Wege befestigt sind, lassen seine Hufe zu wünschen übrig. EM’s haben die Situation deutlich verbessert, aber noch ist nicht alles gut.

Die Stute hat keinen Juckreiz mehr, der Wallach nur noch wenig.

April 09
Schnesi geht es sehr gut! Wir kennen nicht ihren genauen Geburtstag aber in diesen Tagen können wir ihren 20.ten Geburtstag feiern.

Turbo ist gefällt mir weniger gut. Sein Fellwechsel findet leider auch in diesem Jahr trotz schönem Winterfell nicht gleichmässig statt. Auch seine Hufe sehen lange nicht so gut aus, wie die von Schnesi.

An den beiden Eseln kann man sehr gut beobachten, dass bei gleicher Fütterung und absolut gleicher Haltung jeder Organismus völlig eigenständig reagiert.

Da Turbo keinen Juckreiz hat und er munter und lebenslustig ist, hoffe ich dass sich hinter dem schlechten Fellwechsel kein ernsthafte Stoffwechselproblem versteckt.

August 2010
Der Eseldame geht es wie in den vergangenen Jahren offensichtlich immer ein wenig besser als dem Herrn.

Beide sind prima durch den Fellwechsel gekommen und das verdanke ich mit Sicherheit auch dem Ekzem - Futter von Marstall so wie dem Golden Mineralien von Eggesmann. Davon bekommen die Esel nur wenig und unregelmässig, aber das ist die einzige Veränderung zu der Fütterung in den Jahren zuvor.

Im späten Frühjahr hatten die Beiden mal wieder einen Termin bei Alexia Kolpondinou, das Dentalpraktikerin. Der letzte Termin war vor 2 Jahren und vor allem Turbos Backenzähne hatten es sehr nötig bearbeitet zu werden.

Den Hufen vor allem von Turbo geht es nun deutlich besser als im vergangenen Jahr. Der trockene Sommer hat den Hufen sehr gut getan.

November 2011
Noch immer ist es so, dass die Eselin die schöneren Hufe und das bessere Fell der Beiden hat. Auch die Esel bekommen seit Anfang des Jahres kein Getreide mehr. Die auf die Esel abgestimmten Kräuter sollen besonders Turbo helfen den Stoffwechsel zu optimieren. Positiv ist aufgefallen, das es sich seinen Eselpopo noch nicht Haarfrei geschubbert hat. Im Moment bekommt er seine 2. Kräuterkur zur Entgiftung in diesem Jahr.
Nach der ersten Kur haben sich seine Hufe extrem verschlechtert. Dafür sind nun 2 seiner 4 Hufe fast unauffällig. Siet wirklich bemerkenswert aus! Vorn links und hinten rechts könnten fast nicht besser aussehen. Vorn rechts und hinten links sind eindeutig als “Rehehufe” zu identifizieren.

Alles wird gut! ....

Mai 2013
Leider mussten wir uns in den letzten Monaten damit vertraut machen, dass die Esel wesentlich älter sind, als meine Freundin dachte, als sie die Tiere kaufte.

Schnesi hat im Oberkiefer keine Frontzähne mehr und ihr musste letzte Woche ein erster wackelnder Backenzahn gezogen werden. Turbo mussten letzten Herbst 3 Backenzähne gezogen werden. Trotz Heu satt sind beide dünn geworden. Das Team von B4A hat den Beiden eine passende Futtermischung zusammengestellt. Die Hufe von Beiden sind prima und das Fell war im Winter dicht und glänzend.

Im Gegensatz zu früheren Jahren, liegen beide Tiere wesentlich mehr, auch über Tag.
Zwischendurch haben sie aber noch ihre „5 Minuten“ in denen sie wie früher bockend durch die Gegend galoppieren.

nach oben zur Startseite